Von Anfang an bin ich musikalisch immer offen gewesen für alles was mich inspiriert und neue Ideen entstehen lässt.

Mit 16 war ich immer mit einer HeavyMetal-Band namens „Decry“ unterwegs. Irgendwann hat mich der Gitarrist (Udo Saurano) gefragt, ob ich nicht bei ihm Unterricht nehmen will. Mir war immer klar, dass ich Musik machen werde, hatte aber bis dahin keine Anstrengungen unternommen, ein Instrument zu lernen. Für mich war es vom ersten Moment an sehr wichtig, selber zu komponieren und zu texten so fiel es mir leicht. 5 Jahre später erzählte mir Udo, dass er eine Musikschule, das MAZ, eröffnet und er wollte, dass ich dort unterrichte. Ein halbes Jahr später war ich selbstständig, habe unterrichtet und kurz drauf bin ich auch mit diversen Bands unterwegs gewesen. Die Countryband „Ghostriders“ und mein Duo „Öfters“ waren neben der Band „The Paradise Club“ die wichtigsten Formationen.

Mit dem „Paradise Club“ habe ich wohl die wichtigsten Erfahrungen und auch musikalischen Veränderungen erfahren. Mit meinen 23 Jahren war ich der jüngste, unser Violinist (Georg Wons) mit 82 der älteste Musiker. Jeder kam aus einer anderen Sparte undso kam es, dass ich mich bald mit Sinto Swing, Latin, Blues, Jazz, Mussete, osteuropäischer Folklore, Wiener Kaffeehausmusik und noch vielen weiteren Stilrichtungen neben meinem Rock/Pop-, Metal- und Country-Repertoire auseinander setzte.

 

1998 haben wir dann die für mich erste CD produziert. Eine Live-CD, „Tangoblues & Polkaswing“, von Edo Zanki im „Guggemol-Theater“ in Bretten aufgenommen und gemischt. Schon dort habe ich mich mit meinen Eigenkompositionen eingebracht.

Neben meiner Arbeit als Gitarren-, Bass- und Gesangslehrer habe ich mir Ende der Neunziger Jahre ein Studio aufgebaut und begonnen, meine Eigenkompositionen zu arrangieren und zu produzieren.

Im Sommer 2002 habe ich 4 Songs aus meinem Programm im Heidelberger „HD800 Studio“ mixen und auf CD pressen lassen. "Pieces" war geboren. Ich veröffentlichte die CD unter dem Namen „Redrock“ und machte mich auf die Suche nach Musikern, um das Programm auf die Bühne zu bringen. Zur Besetzung der ersten Stunde gehörten Marco Rämisch und Andreas Willhauck.

Im Frühjahr 2004 fingen wir mit der Produktion des ersten Longplayers "Power for the Mighty" an. Die meisten Aufnahmen wurden im Bruchsaler „Roadhouse Studio“ gemacht. Neben der Stammbesetzung waren auch einige Gastmusiker vertreten, u.a. Wolfman an der Hammond-Orgel. Ein Track (Moon in my Hand) spielte Barbara Dennerlein ein.


2007 war nach 1-jähriger Vorarbeit die neue Show "Videoart & Liveperformance" fertig. Auf die komplette Bühnenfläche wurden Videoclips, eine Mixtur von farblich teilweise entfremdeten Videoaufnahmen, animierte Zeichnungen und psychedelischen Farbspielereien projiziert, wobei neben der im Hintergrund angebrachten Leinwand die in weiß gekleideten Musiker selbst als Projektionsfläche herhalten mussten. Diese Show verschaffte uns einige Gigs. Trotzdem habe ich 2008 beschlossen, die Formation aufzulösen und erst mal akustisch alleine durch die Bars zu tingeln.

In der Zwischenzeit hatte ich auch meinen Traum erfüllt und mir ein Studio ausgebaut, das zunächst nur aus einem Raum bestand, später aber einen großen separaten Aufnahmeraum dazu bekam. Das „Lightportal“ Studio war geboren. Ich habe angefangen, Schlagzeug zu spielen und das Album "Inside the Hurricane" zu produzieren, legte dies aber kurz vor Vollendung auf Eis.

2012 entstand das Album „Pure“, das ich in meinem Studio live eingespielt habe. Dies hat dazu geführt, dass ich anfing, mich intensiv mit Raum-Mikrofonie und akustischen Aufnahmen in Echtzeit auseinander zu setzen.

Ein weiterer wichtiger Abschnitt auf meinem Weg war das Duo „Pure Indigo“, das ich zusammen mit Uli Stiefel 2011 ins Leben gerufen habe. Uli brachte sehr viele verschiedene Instrumente ein, was schnell dazu führte, dass auch ich anfing, mich mit weiteren Instrumenten, vor allem im Percussion Bereich, auseinander zu setzen. Zunächst konzentrierten wir uns auf Live-Auftritte und hatten ein gemischtes Programm aus gecoverten und eigenen Stücken. Das sollte sich bald ändern. 2013 begannen wir mit den Vorbereitungen für unser erstes gemeinsames Album, schrieben und arrangierten Unmengen von Songs und bereiteten das Studio vor. Dann kam mir die Idee für eine Meditationsmusik, die basierend auf Tankdrum im Moment der Aufnahme entstehen sollte. Dabei ist es nicht geblieben. Die Musik floss nur so durch uns durch und am Ende war „The Cleansing“ da und somit auch klar, dass dies unser weiterer Weg ist. Wir haben die anderen Titel niemals aufgenommen. Unser Ziel, eine Meditations-CD zu machen hatten wir nicht ganz erreicht, da „The Cleansing“ vielleicht etwas zu lebhaft dafür war. „The Cleansing“ lässt sich schwer beschreiben. „Healing music“ oder „akustisches Klangbad“, wie es Uli einmal nannte, trifft es wohl am ehesten.Aber in den folgenden Jahren haben wir einige Aufnahmen gemacht, die sehr meditativ und teilweise 70 Minuten am Stück gingen.

Im April 2015 produzierte ich für Sunny ihr Album "Indianerküsse", das wir auch unter Live-Bedingungen mit 2 Gitarren und 2 Stimmen am Stück einspielten. Für die nachträglich aufgenommenen Overdubbs begann ich, mich auch mit dem Kontrabass zu beschäftigen.
Zeitgleich gründeten wir Lichtspiel, nahmen zunächst 5 Titel auf und begannen auch gemeinsam live zu spielen.

Im Februar 2017 war es dann endlich soweit: Ich begann das Mastering für mein 2013 begonnenes Album "Different", das für mich den Abschluss eines langen Prozesses bedeutet.

Des weiteren habe ich mich durch Sunny auch der deutschsprachigen Musik geöffnet und einiges dazu komponiert und auch schon aufgenommen...

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