Es ist so einfach, dass wir uns gar nicht vorstellen können, wie einfach es ist, denn wir haben unser ganzes Leben lang erklärt bekommen, dass es schwer ist.

Am Ende werden wir feststellen, dass alles nur ein Traum ist und wir alles in der Hand haben… Jede Kleinigkeit können wir lenken… Wir sind nur eine reine Illusion.

Alles was ist, ist unsere Illusion, wir müssen nur unsere Grenzen durchbrechen und daran glauben.

 

 

Was ist Heilung?

 

Was verstehe ich unter Heilung? Die meisten Menschen haben meiner Meinung nach eine unvorteilhafte Vorstellung von Heilung. 

Heilung betrifft primär den Geist und erst sekundär den Körper. Für einen körperlich Kranken können seine Symptome Heilung und Erleichterung des Geistes bedeuten. Wir sind Geist und haben einen Körper. Der Körper "sollte" dem Geist dienen. Dient der Geist dem Körper, verirren wir uns auf der körperlichen Ebene und fangen an, diese zu wichtig zu nehmen und damit verlieren wir unser "reines" Bewusstsein.

Der Körper dient u.a. zur Kommunikation zwischen Seele, Geist und körperlicher Ebene (ich reduziere für den Moment auf diese 3 Ebenen, es gibt noch etliche mehr). Ist der Geist oder die Seele krank, drückt er dies über den Körper aus. Je länger die körperlichen Symptome ignoriert werden, umso mehr manifestieren sich diese im Körper (auch über mehrere Leben hinweg).

 

 

Wir haben nur eine Aufgabe, die ist glücklich sein!

 

Glück hängt nicht von äußeren Umständen ab, sondern einzig und alleine von der inneren Haltung. Alles, was im Außen gesucht wird, dient nur zur Verwirrung. Ein Sprichwort sagt: Schon alleine sich in einem Körper wahrzunehmen ist ein Zeichen von Verwirrung. Interessanter Gedanke... Ist der Körper jetzt was Schlechtes? Gut und schlecht sind Bewertungen und Bewertungen führen zwangsläufig ins Leid, denn innerhalb der Dualität braucht alles einen Gegenpol, gut - schlecht, schön - hässlich, Freude - Leid etc.

Der Körper ist eine Erfahrung, das Außen eine Projektion und die Erde ein Spielplatz.

 

 

Das ich und die anderen.

 

Wir brauchen die anderen Menschen, um uns selbst zu erkennen und uns dann selbst heilen zu können. Wir können aber nicht in den anderen eindringen, um ihn zu heilen. Das sind die paradoxen Grenzen, denn letztendlich sind ja die anderen Menschen in uns und gar nicht als eigenständige Wesen existent. Trotzdem sind sie auf dieser Ebene in ihrer eigenen Energie und somit haben wir auch nicht die Möglichkeit und das Recht sie zu etwas bringen zu wollen, nur weil wir denken, es dient uns (oder ihnen).
Zu glauben, dass ein Mensch Heilung braucht, wenn er das nicht denkt, ist vermessen. Jeder Mensch darf in seinem Leid sein, das ist sein von Gott gegebenes Recht.
Auf einer anderen Ebene hat keine Mensch private Gedanken. Wir haben alle nur einen Geist und der versorgt uns mit Gedanken. Wenn wir das Ego überwinden, können wir diese Gedanken beeinflussen und somit durch Selbstheilung alle heilen, da alles eh nur das Selbst ist.

 

 

Macht und Machtlosigkeit.

 

Je größer der Drang, im Außen Macht ausüben zu wollen, umso größer ist wohl das Gefühl der Machtlosigkeit im Inneren.

Letztendlich geht es immer um Macht auf dieser Ebene. Die einzige Phase, in der wir unserer Umwelt "gnadenlos ausgeliefert sind", ist in unserer Kindheit (stimmt natürlich nicht ganz, denn wir haben wohl auch diese vermeintliche Machtlosigkeit selber gewählt).

Dieses Gefühl der Machtlosigkeit speichern wir in unserem Unterbewusstsein und handeln im Erwachsenenalter weiter, als wenn wir machtlos wären. Das teilweise mit teilweise sehr hartnäckigem Selbstbetrug. So drehen wir uns nicht selten weiter in einem absurden Kreislauf, aus dem wir sehr einfach ausbrechen könnten.

Ist es wirklich so einfach? Sind die Informationen doch teilweise sehr tief in die Zellen gebrannt?

Der wichtigste Schritt ist, wie bei allem auf dieser Ebene, die Erkenntnis, das JETZT und HIER das Einzige ist, was existiert, und Vergangenheit und Zukunft beinhaltet. Klingt paradox? Ist es! Alles hier ist paradox ;-)

 

 

Leid

 

Leid ist der Motor zur Veränderung. Wenn ich Freude als gut und Leid als schlecht bewerte, empfinde ich das Leid als etwas Qualvolles. Wenn ich die Wertung aufgeben und Leid als Impuls betrachte, dient es mir zum Weiterkommen.

Ich kann innerhalb der Dualität nicht die (irdische) Freude wählen und das Leid ausschließen. Das wäre, wie nur noch Tage erleben wollen und keine Nächte mehr. Das ist absurd!

Ich kann das Leid umarmen und so schaffe ich es sehr viel schneller, in die freudvollen Momente zu kommen... und diese werden dadurch viel intensiver.

Das Leid ist dein Freund, du musst es nur annehmen, denn das Leid hilft dir zu erkennen, was du nicht willst und somit in der Umkehr das, was du wirklich willst.

Leid ist nur eine Orientierungshilfe, wie die Freude, und somit nur eine Option für das Bewusstwerden. Wenn ich mir dessen im Klaren bin, kann ich bewusst die Freude als Orientierungshilfe wählen und das Leid zur Hilfe nehmen, wenn mich die Freude nicht mehr weiter bringt.
Wenn ich nicht im Bewusstsein bin, dann passiert halt irgendetwas, das ich glaube nicht beeinflussen zu können.

 

 

Paradoxe

 

Eines der für mich wichtigsten Themen, um sich nicht in spirituellen Gedanken zu verlieren, die einem das Leben schwerer anstatt einfacher machen, ist das Akzeptieren der Paradoxe. 

Wir existieren auf verschiedenen Ebenen, die unterschiedlichen Gesetzen folgen. Auf der "weltlichen" Ebene gibt es z.B. die Faktoren Zeit, Raum, Körper, die Gesetzen folgen, die nur auf dieser Ebene existieren. Wir erleben z.B. die Illusion der Zeit als Abfolge von Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Vergangenheit können wir schon irgendwie mit Gegenwart in Einklang bringen, aber was ist mit der Zukunft? Schon mal jemand da gewesen? Ich nicht! Nur als fiktive Vorstellung in meinem Geist. Das Gleiche betrifft im Prinzip auch die Vergangenheit. Wir greifen auf Erinnerungen zurück, in der festen Überzeugung, das erlebt zu haben. Seltsam, ich habe schon sehr häufig Geschichten von gemeinsam Erlebtem gehört und mir ist bei der Erzählung von anderen aufgefallen, dass ich die Geschichte etwas anders in Erinnerung hatte. Noch besser, die gleiche Geschichte wird von der gleichen Person "zu einem anderen Zeitpunkt" nochmal erzählt und ist wieder anders. Die Erinnerung? Ich denke, dass auch die Vergangenheit ein Konstrukt ist, das genauso wenig existiert wie die Zukunft. Sie dienen nur der Ablenkung vom JETZT und HIER.

Allerdings, auf dieser Ebene sind diese Konstrukte wichtig, genauso wie die Idee der Trennung.

Ich kann feststellen, dass wir alle Eins sind, trotzdem erfahre ich hier das Gefühl der Trennung und es wird mir sogar durch den Körper noch "bewiesen".

Es gibt keine endgültige Wahrheit, sondern nur eine unendliche Möglichkeit von Varianten, aus denen wir wählen können.

Warum soll ich mir eine leidvolle Welt erschaffen, die auch nur aus Glauben besteht, wenn ich doch auch eine freudvolle mit den gleichen Mittel erschaffen kann?

 

 

Bewertungen und die Folgen

 

Wir bewerten immer und wir urteilen immer!

Die Bewertung führt zum Urteil. Damit verurteilen wir auch immer, egal wie sehr wir uns bemühen wertfrei bzw. urteilsfrei zu sein! 

Wenn ich meine Hand ins Wasser stecke, um festzustellen, ob es kalt oder warm ist, urteile ich. Wenn es sehr kalt ist, ziehe ich sie vielleicht wieder raus. Und wenn ich sehe, dass es dampft, stecke ich die Hand vielleicht gar nicht erst rein. Dann habe ich sogar ein Vorurteil! Ist es deshalb falsch?

Hier sind wir wieder bei den Paradoxen. Ich bewerte innerhalb dieser Ebene, was innerhalb der Ebene bleibt... oder nicht? 

Achtung! 

Es ist eine Falle, denn hinter jeder Bewertung steckt die Information, dass ich einer Sache Wert gebe, wenn ich aber einem Spiel wert gebe, ist es kein Spiel mehr, dann nehme ich es ernst und es verliert den Charakter des Spiels. 

Ich bin davon überzeugt, dass das Spielen das Werkzeug zur Schöpfung ist, demnach können wir nur im Spiel gezielt erschaffen. Wenn wir das, was wir hier wahrnehmen (zu) ernst nehmen, kommen wir in einen Strudel von Machtlosigkeit, was zwar einen gewissen Reiz birgt, aber uns nur schwer die Möglichkeit gibt, wieder heraus zu kommen.

Trotzdem werden wir niemals frei von Bewertungen und Urteilen sein, denn schon die Entscheidung, welchen Weg ich gehe, ist ein Urteil (Bewertung) und somit eine Verurteilung des Wegs, den ich nicht gehe und auch von dem, den du gehst!

 

 

Das Ego und das Selbst

 

(kommt demnächst)

 

 

So schließt sich der Kreis

(Die verschiedenen Ebenen unseres Seins)

 

(Auch dazu folgen noch Ausführungen)

 

 

Fazit

 

(Vielleicht fällt mir vorher noch was anderes ein ;-) )

 

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